So arbeiten wir

„Und nun stehe ich, obschon reich an erfahrener Einsicht in die Macht der Naturgesetze und in den Genius menschlichen Forschens, vor einer unbekannten Größe: dem Kind.“
Janusz Korczak


Die christliche Erziehung ist Fundament unseres täglichen Miteinanders. Die grundlose Annahme der Menschen durch Jesus Christus soll sich im Alltäglichen spiegeln, in der Achtung des Einzelnen, der von Gott her mit einer unantastbaren Würde ausgestattet ist.

Ganzheitliche Erziehung, individuelle Begleitung sowie das Schaffen vielfältiger sozialer Kontakte verhelfen den Kindern, ihre sozialen, kreativen, kognitiven, motorischen, sprachlichen und emotionalen Kompetenzen zu entfalten.

Die sozialpädagogischen Fachkräfte verstehen sich – nach Janusz Korczak – als Anwälte des Kindes.

Die pädagogischen Kräfte sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst. Sie betrachten sich als stets lernende Individuen.

Wohnortnahe Betreuung und Begleitung von Kindern unterschiedlichster Persönlichkeit und Herkunft soll ein harmonisches Zusammenleben der verschiedenen Menschen in unserem Stadtteil zur Folge haben.






Unser Anliegen ist, auf die gesamte Entwicklung der Persönlichkeit positiven Einfluss zu nehmen, wobei wir uns an dem christlichen Menschenbild wie auch an Fakten aus dem Bereich der Psychologie, besonders der Entwicklungspsychologie, der Soziologie und der Pädagogik orientieren. Durch Wertschätzen der Persönlichkeit sowie dem Schaffen einer vertrauensvollen Atmosphäre möchten wir den uns anvertrauten Kindern vermitteln, dass jedes Individuum mit all seinen Stärken und Schwächen ein von Gott geliebter und gewollter Mensch ist, und dass durch gegenseitige Achtung und Toleranz wir Menschen unseren Horizont erweitern, einander ergänzen und voneinander lernen.


Wir bemühen uns, jedem der uns anvertrauten Menschen durch ganzheitliche Erziehung und individuelle Begleitung in seiner Einzigartigkeit zu begegnen. Durch vielfältigen Kontakt zu anderen Kindern sollen sich soziale Kompetenzen entfalten, jedes Kind soll sich als Teil der Gesamtgruppe erleben und ein Wir-Gefühl entwickeln.

Erzieher/innen verstehen sich als Begleiter/innen und „Anwälte des Kindes“ (nach J. Korczak). Sie sehen ihre Aufgabe darin,

die Kinder dort abzuholen, wo sie in ihrer Entwicklung stehen, d.h. Förderung besonderer Stärken und Interessen, gezielte Hilfestellungen bei individuellen Schwächen und Problemen;

durch anregende Raumgestaltung, Aktivitäten und Materialien die positive Entwicklung sowohl des kognitiven als auch des kreativen, emotionalen, sozialen und motorischen Bereichs zu fördern;

den Kindern möglichst große Freiräume zu deren Entfaltung zu schaffen;

die Umgebung bedürfnisgerecht einzurichten.

Die pädagogischen Kräfte sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst. Sie reflektieren regelmäßig ihr Erzieherverhalten und ziehen entsprechende Konsequenzen. Sie nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil, tauschen sich regelmäßig im Rahmen von Teamsitzungen aus und reagieren in angemessener Weise auf auftretende Besonderheiten und den Wandel der Gesellschaft. Die Erzieher/innen betrachten sich als stets lernende Individuen.

Wohnortnahe Betreuung soll Kontakte und Freundschaften der Kinder sowie deren Familien unterstützen und gleichzeitig die Selbständigkeit der Kinder fördern, z.B. selbständiges Bewältigen des Kitaweges oder selbständige Verabredungen der Kinder in ihrem privaten Umfeld.


Damit unterschiedlichste Menschen in unserem Stadtteil sich in ihrer Verschiedenartigkeit intensiver als auf der Straße begegnen (können), einander verstehen und annehmen (lernen), finden Kinder unterschiedlichster Herkunft, Nationalität und Konfession in unserer Einrichtung Aufnehme, ebenso Kinder mit Auffälligkeiten, wie z.B. Behinderungen. Behinderte Kinder, bzw. Kinder mit für uns fremden Gewohnheiten können im vorschulischen Alter auf spielerische Weise in geborgener Umgebung in ihre Gruppe integriert werden, was eine Weichenstellung für die Integration in unsere Gesellschaft bedeutet. Allerdings wird vor der Aufnahme der jeweiligen Kinder geprüft, inwiefern durch die Gegebenheiten unserer Einrichtung einzelne Kinder in eine der Gruppen eingeführt und sich mit der Zeit auch dort zurechtfinden können. Ein sehr hoher Anteil an behinderten oder nicht deutsch sprechenden Kindern würde ein extrem individuelles Arbeiten erfordern, was aufgrund des gegenwärtigen Personalschlüssels nicht gewährleistet werden kann. Sollte eine große Anzahl von Familien mit Kindern, die einen besonderen Betreuungsbedarf haben, in unserer Einrichtung eine Aufnahme wünschen, werden wir uns um eine geeignete Lösung bemühen, indem wir z.B. Anstrengungen unternehmen, zusätzliche pädagogische Kräfte – z.B. eine Praktikantin im Anerkennungsjahr – einstellen zu können oder durch Gespräche mit Erziehungsberechtigten, Kontakte zu Nachbareinrichtungen und Zusammenarbeit mit dem Sozialamt uns um eine Unterbringung der betroffenen Kinder in eine andere für sie geeignete Einrichtung bemühen.


Die Kinder sollen

unvoreingenommene Akzeptanz und Annahme erfahren;
Unterstützung in ihrem eigenen Entwicklungsprozess erhalten und ihr eigenes Tempo dabei zugestanden bekommen;
in der Entwicklung eine vielfältige, anregungsreiche und gestaltbare Umgebung erleben;
Möglichkeiten für intensives, selbst bestimmtes Spiel erhalten;
forschen, experimentieren, Erfahrungen sammeln können;
vorrangig unmittelbare statt mediale Erfahrungen machen;
ganzheitliche Förderung erfahren;
Möglichkeiten der Mitbestimmung und Mitgestaltung erhalten;
christliche Botschaften und Werte erfahren;
Gemeinde wahrnehmen;
Solidarität und Gemeinschaft erleben;
Vertrauungswürdige, kompetente und engagierte Bezugspersonen in der Einrichtung erleben.

„Sie irren sich, wenn Sie glauben, dass wir uns zu den Kindern herablassen müssen, um uns mit ihnen zu verständigen. Im Gegenteil, wir müssen uns nach ihren Gefühlen ausstrecken, müssen uns auf die Zehen stellen.“

(Janusz Korczak)


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